Hauptquartier
Showdown im Großhirn

„Ich saß da und hatte mir mal wieder in den Fuß geschossen. Es war zum aus der Haut fahren, aber das ging ja leider nicht. Wer hatte in meinem Kopf eigentlich das Sagen? Ich wusste es nicht. Es wurde wirklich Zeit nachzusehen, was im Hauptquartier nicht stimmte.“

Melanie Haupt bricht in
„Hauptquartier“ in ihr eigenes Gehirn ein. Denn im Leben der Protagonistin laufen die Dinge schon länger aus dem Ruder. Um der Sache auf den Grund zu gehen, steigt sie klammheimlich, doch letztlich legal, in ihren Kopf ein. Dort findet sie sich unversehens im Wilden Westen wieder! Im Saloon steht der Barmann hinterm Tresen und häkelt. Ein planloser Sheriff, der den Schuss nicht hört, versucht für Ordnung zu sorgen. Drei seltsame Gestalten verzocken im verrauchten Hinterstübchen sämtliches Kapital. Ihnen das Handwerk zu legen, erweist sich als nicht ganz ungefährlich und es kommt zum Showdown im Großhirn. Es spielt sich alles im Kopf ab...
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Text und Musik: Melanie Haupt
Gitarre und Bass: Jonathan Bratoëff

"Es herrscht die blanke Anarchie, wenn unter der Schädeldecke ein Kampf um die Vorherrschaft tobt und Ohr- und Augenzeugin Melanie hat alle Mühe, ihre eigene Gedankenwelt zu verstehen und ihr zu folgen. Das ist aber weiter nicht schlimm, der Abend hat ein augenzwinkerndes Happy-End. Das wird mit viel Applaus belohnt - und den hat sich Melanie Haupt durch eine unglaublich facettenreiche Spielweise verdient. Die mehr als ein Dutzend Charaktere allesamt aufzuzählen, sprengt den Rahmen. Doch wie Haupt dem Ernst, der Angst, der Naivität oder dem Entsetzen im rasanten Rollenwechsel mimisch und gestisch eine Persönlichkeit gibt, das ist ganz große Kunst." Martin Horn,
NGZ online


Ein Zusammenschnitt aus der Premiere am 25.11.2016


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